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Senioren Ratgeber 2016 - Recht -

28.03.2016

Tags: #Beratung, #Senioren, #Wohnen. #Behörden

Recht - Die Dokumentenmappe - 

Wichtige Dokumente, Urkunden usw. müssen für die Beantragung diverser Leistungen immer mal wieder vorgelegt werden, so dass es sinnvoll ist, alle an einem bestimmten Ort aufzube- wahren. Ein Ordner empfiehlt sich für die Ablage der einzelnen Papiere:

  • Geburts- und Heiratsurkunde, Familienstammbuch, wichtige persönliche Papiere
  • Versicherungs- und Sterbegeldpolicen
  • Rentenbescheide
  • Kontoauszüge und Sparbücher
  • Mietvertrag, Mietbücher, Grundbuchauszug
  • Vollmachten

Vorsorgevollmacht

Der kluge Mensch sorgt vor, auch für den Fall, dass die eige- nen (geistigen) Kräfte nachlassen. Eine schwere Erkrankung, eine starke Gehbehinderung oder Geschäftsunfähigkeit kön- nen es nötig machen, dass für den hilfsbedürftigen Menschen  eine andere Person Behördengänge übernimmt oder wichtige Entscheidungen trifft. Dies ist jedoch nur mit einer Vollmacht möglich.

Die Erteilung einer Vorsorgevollmacht stellt dabei keinesfalls eine Entmündigung dar, auch wenn dahingehende  Befürchtungen des Hilfsbedürftigen nachvollziehbar sind. Indem man eine an- dere Person gezielt bevollmächtigt, im eigenen Sinne zu handeln, verliert man nicht die eigene Geschäftsfähigkeit. Für schwerwie- gende Entscheidungen wie z. B. risikoreiche Operationen oder freiheitsentziehende Maßnahmen braucht der Bevollmächtigte grundsätzlich  die  Zustimmung des Vormundschaftsgerichts. Für Grundstücks- und Unternehmensgeschäfte oder Darlehens- aufnahmen  muss  die Vollmacht notariell beurkundet werden. Wer einen  oder mehrere Menschen seines Vertrauens, z. B. den  Ehepartner, ein Kind oder einen Freund, mit der Wahr- nehmung seiner Interessen für den Fall der Fälle beauftragen will,  muss  diese  Vollmacht  in  jedem  Fall  schriftlich  erteilen. Die ausgewählten Personen sollten absolut vertrauenswürdig und auch auf längere Sicht in der Lage sein, die Vollmacht wahrzunehmen. Im Dokument muss der Bevollmächtigte mit komplettem Namen genannt sein, dazu gehören Ort und Datum sowie die Unterschriften des Vollmachtgebers und des Bevollmächtigten.

Es empfiehlt sich, in der Vollmacht genau zu bezeichnen, wozu der Bevollmächtigte im Einzelnen berechtigt sein soll, so können Regelungen zu Bereichen wie Finanzen, Gesundheit, Pflegebe- dürftigkeit, Wohnung, Behörden und Todesfall getroffen werden. Die Erteilung der Vollmacht setzt voraus, dass der Vollmacht- geber zum Zeitpunkt der Unterzeichnung geschäftsfähig ist. In manchen Fällen empfiehlt es sich, im Vorfeld der Erstellung die Geschäftsfähigkeit durch ein ärztliches Attest oder eine notari- elle Beurkundung bestätigen zu lassen. Ab wann die Vollmacht gelten soll, bestimmt der Vollmachtgeber. Sie kann sofort wirk- sam werden, oder erst, wenn er nicht mehr imstande ist, seine Aufgaben selbst wahrzunehmen.

Eine Vollmacht kann, sofern der Vollmachtgeber geschäftsfähig ist, jederzeit widerrufen werden.

Patientenverfügung

In einer Patientenverfügung kann man im Voraus bestimmen, ob und wie man ärztlich behandelt werden will, wenn man zum Zeitpunkt der Behandlung nicht mehr ansprechbar ist. Damit wird das Selbstbestimmungsrecht auch für den Fall gewahrt, dass Patienten ihre Wünsche z. B. wegen schwerer Hirnschä- digung oder Koma nicht mehr zum Ausdruck bringen können. In der Patienten-verfügung kann festgelegt werden, ob die Ärz- te auf lebensverlängernde Maßnahmen verzichten sollen, wie etwa auf Bluttransfusionen, künstliche Beatmung oder künst- liche Ernährung. Eine Patientenverfügung kann man frei und ohne Formular niederschreiben und mit Datum und Unterschrift bestätigen.

Formulierungsvorschläge und weitere Informationen finden Sie in der Broschüre „Patientenverfügung“ des Bundesministeriums der Justiz.
Die Broschüre kann unter: www.bmj.de/DE/Service/Broschueren/_node.html  heruntergeladen oder unter folgender Adresse angefordert werden:
Publikationsversand der Bundesregierung
Postfach 48 10 09
18132 Rostock

Testament

Nichts kann den Frieden in scheinbar stabilen Familien so dau- erhaft erschüttern wie der Streit um das Erbe. Deshalb emp- fiehlt es sich, beizeiten zu regeln, was zu regeln ist, und Klarheit darüber zu schaffen, was nach dem Tod mit dem Nachlass zu geschehen hat.

Privates Testament

Sehr wichtig ist, dass beim Verfassen eines privaten Testaments die richtige Form eingehalten wird. Ein privates Testament muss  die Bezeichnung „Testament“ oder „Letzter Wille“ tragen und von Anfang bis Ende persönlich und handschriftlich verfasst werden. Am Ende muss es vom Erblasser mit Vor- und Nach- namen unterzeichnet werden. Fehlt die Unterschrift, ist das Testament ungültig. Die Datumsangabe auf dem Testament ist wichtig, damit bei Vorliegen mehrerer Versionen eine zeitliche Zuordnung erfolgen kann, denn das aktuellste Testament gilt. Ehegatten können ein gemeinsames Testament verfassen, das dann von beiden Ehepartnern mit Angabe von Ort und Datum unterschrieben werden muss. Dabei können sie sich gegensei- tig als alleinige Erben einsetzen und legen so fest, dass das gemeinsame Vermögen erst nach dem Tod beider Ehepartner an die Kinder geht. Eine solche Verfügung hat für den überle- benden Ehepartner den Vorteil, dass er voll über den gesamten Nachlass verfügen kann.

Öffentliches Testament

Das öffentliche Testament ist kostenpflichtig und wird stets beim Notar verfasst. Dieser hält den letzten Willen des Erblassers in schriftlicher Form fest und berät individuell und umfassend; Notar und Erblasser unterzeichnen gemeinsam. Das Testament wird beim Amtsgericht verwahrt.

Formulierungsvorschläge und weitere Informationen finden Sie in der Broschüre „Erben und Vererben“ des Bundesministeriums der Justiz.
Die Broschüre kann unter : www.bmj.de/DE/Service/Broschueren/_node.html   heruntergeladen oder unter folgender Adresse angefordert werden:

Publikationsversand der Bundesregierung
Postfach 48 10 09
18132 Rostock

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Senioren Ratgeber 2016 - Finazielle Hilfen -

28.03.2016

Tags: #Beratung, #Senioren, #Gesundheit, #Wohnen

Finanzielle Hilfen

Ein ausreichendes und gesichertes Einkommen ist die Grund- lage für ein menschenwürdiges Leben. Es gibt verschiedene Anlaufstellen, die finanzielle Unterstützung leisten, wenn das Einkommen im Alter nicht für das tägliche Leben ausreicht.

Gesetzliche Pflegeversicherung

Wer aufgrund einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regemäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedarf, gilt als pflegebedürftig.

Über die Pflegeversicherung stehen Betroffenen diverse Leistungen sowohl in der häuslichen als auch in der stationären Pflege zu. Inzwischen greift das Erste Pflegestärkungsgesetz (PSG I) als Teil einer zweistufigen Pflegereform, die die Unter- stützung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen spürbar ausweitet. Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff als zentrales Projekt des Zweiten Pflegestärkungsgesetz (PSG II) bringt weitere Verbesserungen. Demnach erhalten Patienten mit Demenz den gleichen Zugang zu Pflegeleistungen wie körperlich Behinderte.

Die bisherigen Pflegestufen 0, I, II und III werden auf fünf Pfle- gegrade  erweitert.  Pflegebedürftige  Menschen  sollen  nicht mehr danach eingeteilt werden, wie lange sie pro Tag Hilfe benötigen. Stattdessen werden körperliche, geistige und psy- chische Einschränkungen gleichermaßen erfasst und bei der Einstufung berücksichtigt. So soll zukünftig ermittelt werden, wozu die Betroffenen noch fähig sind, um so das Maß der Selbstständigkeit  festzustellen.  Darunter  fallen  z.  B.  Mobili- tät, kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltenswei- sen  und  psychische  Problemlagen,  Selbstversorgung,  Um- gang mit krankheits- bzw. therapiebedingten Anforderungen, Gestaltung  des  Alltagslebens  sowie  sozialer  Kontakte.  Um eine frühzeitige Beratung sicherzustellen, erhalten Erstan- tragsteller innerhalb von zwei Wochen nach Antragseingang ein Beratungsangebot.

Nach der Prüfung der versicherungsrechtlichen Voraussetzun- gen beauftragt die Pflegekasse den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) oder andere unabhängige Gutach- ter mit der Beurteilung der Betroffenen in deren Wohnbereich, ggf. auch im Krankenhaus oder in der vollstationären Pflegeein- richtung. Auf der Grundlage der gutachterlichen Feststellungen ergeht durch die Pflegekasse bzw. durch das private Versiche- rungsunternehmen ein Leistungsbescheid

Die Leistungen in der häuslichen und stationären Pflege sind nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit gestaffelt und werden in der sozialen Pflegeversicherung dem Pflegebedürftigen in Form von Sach- und Geldleistungen gewährt. Auch Pflegeper- sonen, die nicht erwerbsmäßig im häuslichen Bereich pflegen, können  von  der  Pflegekasse  der Pflegebedürftigen  Leistun- gen (z. B. zur sozialen Sicherung) erhalten. Das Leistungen betreffen Bereiche wie z. B. Pflegesachleistung, Pflegegeld, Kombinationsleistung, Tages- und Nachtpflege, Verhinderungs- pflege, Kurzzeitpflege, Pflegekurse, Pflegehilfsmittel und das Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen, soziale Sicherung der Pflegeperson, Pflegeunterstützungsgeld, Förderung von Wohn- gruppen, Pflege in einem Heim, Unterbringung von Behinderten in Einrichtungen der vollstationären Behindertenhilfe.

Detaillierte Informationen zur Ermittlung des Pflegegrades sowie zu den Leistungen liefern die Krankenkassen.

Zentrum für Pflegeberatung

Doris Pick, Thomas Macher, Friedrich-Wilhelm Grevel,
Telefon: 05772 200453-0
espelkamp@pflegeberatung-minden-luebbecke.de
www.pflegeberatung-minden-luebbecke.de

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Senioren Ratgeber 2016 - Die letzte Lebensphase -

28.03.2016

Tags: #Beratung, #Senioren, #Wohnen, #Gesundheit

Die letzte Lebensphase

Demenz-Charta

Die Grundidee der Charta des DemenzNetzes im Kreis Minden- Lübbecke ist es, viele Engagierte zu gewinnen um ein förderliches Umfeld für demenzkranke Menschen und Ihre Bezugspersonen zu schaffen und zu erhalten.

Die Charta verpflichtet auf folgende Leitgedanken,
die weit verbreitete Demenzangst überwinden

  • Sich   in   der   Vielfalt   des   Gesundheitswesens   besser zurechtfinden
  • Ein  möglichst  selbstbestimmtes  Leben  für  Erkrankte  und Bezugspersonen
  • Solide, leicht zugängliche Informationen zu Erkrankung und Hilfen
  • Durch Mitarbeit für eine verbesserte Versorgung der Erkrank- ten stark machen
  • Alle Angebote für die betroffenen Familien zusammenführen

 

 

Der Seniorenbeirat hat sich mit der Unterzeichnung der Charta zu den Leitlinien bekannt und wird bei seinen Aktivitäten die Menschen mit Demenz einbinden und mit Wertschätzung und Respekt begegnen.

 

Die Hospizinitiative Espelkamp e.V.

Was tun wir? Wir…

  • … haben Zeit und hören Ihnen zu.
  • … bleiben stundenweise bei Ihnen.
  • … wahren selbstverständlich die Schweigepflicht.
  • … können schweigen oder Gesprächspartner sein.
  • … begleiten  Sie  Zuhause,  im  Krankenhaus,  im  Alten-  und Pflegeheim.
  • … arbeiten ehrenamtlich, das bedeutet unser Dienst ist für je- den kostenfrei.
  • … entlasten Sie bei der Betreuung Ihrer schwerkranken Ange- hörigen, übernehmen aber keine    .....Krankenpflege.

Die vor vielen Jahren gegründete Initiative besteht inzwischen aus 17 Männern und Frauen, die in der Trauer- und Sterbebe- gleitung aktiv sind. Getragen wird die Organisation inzwischen von mehr als 100 Mitgliedern, die alle Angebote der Hospizinitiative ideell und finanziell unterstützen. Es fließen keine öffentli- chen Gelder, es gibt keine Möglichkeit der Refinanzierung, alles muss aus reinem ehrenamtlichem Engagement heraus geleistet werden. Trotzdem konnte ein sehr umfangreiches und vielseiti- ges Angebot aufgebaut werden.

Neben der Sterbebegleitung gibt es eine Betreuung der An- gehörigen vor und nach dem Trauerfall, es ist ein Trauercafé eingerichtet worden, es gibt einen „Dienst zum Leben“, ein re- gelmäßiger Besuchsdienst ist eingerichtet worden, es gibt Info-Veranstaltungen über Patienten-verfügungen.

Inzwischen gibt es allein in Espelkamp vier bis fünf Beratungen in der Woche. Regelmäßig werden Befähigungskurse organisiert. Das Angebot der Espelkamper Initiative ist inzwischen auch auf Rahden und Stemwede ausgeweitet worden. Mit dem Ludwig- Steil-Hof ist man eng verbunden. Unter anderem ist dem Dienst ein Büro auf dem Gelände unentgeltlich zur Verfügung gestellt worden. Vernetzt durch eine Kooperation sind die Espelkamper mit der Parität Lübbecke. Es ist ein Telefon eingerichtet worden, das täglich 24 Stunden lang abgehört wird: (0 57 72) 97 92 70.

Die Hospizinitiative Espelkamp, ein ehrenamtlicher Verein, gibt Hilfestellung und Beratungsmög-lichkeiten rund um das Thema Patientenverfügung

Ein Schwerpunkt ist die Begleitung von Schwerkranken, Ster- benden und ihren Angehörigen, im Trauer Café besteht die Möglichkeit mit anderen Trauernden ins Gespräch zu kommen, nach Absprache sind auch Einzeltermine möglich.

 

Das Büro ist Dienstag, Mittwoch, Donnerstag von 15.00 –17.00 Uhr besetzt, sonst ist ein Anrufbeantworter an, der täglich ab- gehört wird.

 

Trauerfall

Das Sterben ist Bestandteil jeden Lebens und das Ende der letzten Lebensphase. Nachdem der Tod lange Zeit als Thema gemieden wurde, werden Bestattungen wieder mehr und mehr zu einem gesellschaftlichen Ereignis. Mit der individuellen Ge- staltung der Trauerfeier, der Bestattungsform und der Grabstät- te bietet sich die Gelegenheit einen Verstorbenen zu ehren. Die Friedhöfe in Espelkamp eröffnen dazu vielfältige Möglichkeiten. Sie sind sowohl Stätten der letzten Ruhe und der Trauer als auch der Hoffnung und der Begegnung. Ihre Nutzung ist in Espelkamp in der Friedhofssatzung der Stadt und der entsprechenden Ge- bührenordnung geregelt. Sie sind im Rathaus erhältlich oder kön- nen auf den Internetseiten eingesehen und ausgedruckt werden. Die Stadt Espelkamp betreibt insgesamt 3 Friedhöfe. Die Friedhöfe befinden sich in den Stadtbezirken Espelkamp-Mitte (Waldfriedhof), Altgemeinde und Frotheim.

Auskünfte und Beratung und Betreuung derBürgerinnen und Bürger:
Friedhofsverwaltung im Rathaus Telefon 05772 652-214
Wilhelm-Kern-Platz 1, 32339 Espelkamp

Darüber hinaus gibt es einen Friedhof im Ortsteil Isenstedt in kirchlicher Trägerschaft.
Ansprechpartner ist hier:

Ev. Luth. Kirchengemeinde          Telefon 05743 1475
Kirchstraße 33a, 32339 Espelkamp

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Senioren Ratgeber 2016 - Betreutes Wohnen -

28.03.2016

Tags: #Wohnen, #Senioren, #Beratung

Betreutes Wohnen

Für viele ältere Menschen kommt das Wohnen in den eigenen vier Wänden irgendwann nicht mehr in Frage – sei es, weil die Wohnung baulich nicht mehr geeignet ist, sei es, weil die schwindende Gesundheit ein erhöhtes Maß an Betreuung er- fordert. Neben Altenheimen hat sich in den letzten Jahren das betreute Wohnen immer mehr durchgesetzt und ermöglicht es, den Lebensabend weitestgehend selbstbestimmt zu verbringen. Das „Betreute Wohnen“ versucht dabei, die Angebotslücke zwi- schen Hilfeleistung in der eigenen Wohnung und der Unterbrin- gung im Heim zu schließen.

Da der Begriff „Betreutes Wohnen“ nicht geschützt ist, verbergen sich dahinter sehr verschiedene Konzepte. Die Angebote reichen von Wohnungen, die an ein Altenheim angegliedert sind, über seniorengerechte Wohnungen im normalen Wohnungsbau, die nur einen Hausmeisterdienst bieten, bis hin zu hotelähnlich ausgestatteten, luxuriösen Wohnkomplexen. Die Preise für be- treutes Wohnen variieren dementsprechend stark. Gemeinsam ist allen Angeboten neben barrierefreiem und altengerechtem Wohnen der Ansatz, die Unabhängigkeit der Bewohner auch bei gesundheitlicher Beeinträchtigung möglichst zu bewahren. Die selbstständige Lebensführung wie in einer privaten Woh- nung wird dabei aufrechterhalten, gleichzeitig aber Sicherheit und Hilfeleistung bei Bedarf geboten. Die Kosten für betreutes Wohnen setzen sich meist aus Miete und Nebenkosten, einer Grundpauschale (z. B. für eine ständig besetzte Notrufanlage, Mahlzeitendienste,  Nutzung  von  Gemeinschaftsräumen  etc.) und Zahlungen für Wahlleistungen, die nur bei Bedarf in An- spruch genommen werden (z. B. Hilfe im Haushalt und pflegerische Leistungen) zusammen.

Idealerweise liegen Senioren-Wohnanlagen zentral, so dass Einrichtungen des täglichen Lebens wie Supermärkte, Apo- theken, Cafés und Behörden zu Fuß leicht erreichbar sind und es den alten Menschen möglich ist, weiterhin aktiv am Leben teilzuhaben. Oftmals befinden sich die Wohnanlagen unmit- telbar neben Altersheimen – das bietet den Vorteil, dass die Bewohner zwar Einrichtungen des Heimes mitbenutzen, sich jedoch je nach Wunsch auch in ihre privaten Räume zurück-ziehen können. Ein gegenteiliges Konzept ist die Eingliederung von betreutem Wohnen in gemischte Wohnanlagen, um eine räumliche Isolation älterer Menschen innerhalb der Stadt zu vermeiden und ein generationsübergreifendes Zusammenleben zu.

Senioren-Wohngemeinschaft

Gemeinsam statt einsam“ – dieses Motto fasst die Vorteile des gemeinsamen Wohnens im Alter am besten zusammen. Das Zusammenleben mit anderen Senioren bereichert die Bewoh- ner  durch  soziale  Kontakte  und  ein  regelmäßiges  Miteinan- der. Die eigene Privatsphäre bleibt dabei durch die eigenen vier Wände gewährleistet. So sind in vielen Senioren-WGs gemeinsame  Unternehmungen  genauso  an  der  Tagesord- nung wie die Möglichkeit des Rückzugs. Die WG-Bewohner leben in privaten Zimmern oder kleinen Wohnungen in einem Haus und teilen sich Gemeinschaftseinrichtungen wie Wohn- zimmer, Küche und Garten. Die Zimmer können mit den ver- trauten Möbeln eingerichtet werden. Dabei gestaltet sich die Rechte- und Pflichtenverteilung ähnlich wie in jeder Studenten-WG und bietet das gleiche Konfliktpotenzial. Wie in jeder anderen Wohngemeinschaft auch, sollte daher bei der Wahl  der Mitbewohner Wert auf eine gewisse Grundkompatibilität gelegt werden.

Doch die Vorteile des gemeinsamen Lebens im Alter überwie- gen. Nicht nur wirkt das Leben in einer Wohngemeinschaft einer Vereinsamung im Alter und dem drohenden Einzug ins Altenheim entgegen, es bietet auch die Möglichkeit, entstehende Kosten zu teilen. So kann z. B. gemeinsam eine Haushaltshilfe finanziert werden, und auch die Mietkosten pro Quadratmeter in einer Wohngemeinschaft sind niedriger als die Kosten einer Einzel- wohnung. Für Mitbewohner, die pflegebedürftig werden, kommen mobile Pflegedienste ins Haus. Prominentester Bewohner einer Senioren-WG ist wohl Henning Scherf, ehemaliger Bürgermeister von Bremen, der gemeinsam mit seiner Frau seit Jahren in einer Senioren-Wohngemeinschaft in Bremen lebt und seine positiven Erfahrungen mit diesem Wohnmodell vielfach publiziert hat.

Wer darüber nachdenkt, in eine Senioren-Wohngemeinschaft zu ziehen, hat zwei Optionen: entweder selbst eine WG gründen, wobei eine Vorlaufzeit von mehreren Jahren durchaus realistisch ist, oder aber in eine bestehende Senioren-WG in der Region einziehen. Allerdings ist die Fluktuation in diesen Wohngemeinschaften sehr niedrig und freie Plätze sind dementsprechend rar. Ansprechpartner bei der WG-Suche sind u. a. Seniorenberatungen der Caritas, der Diakonie, des DRK oder der AWO sowie Wohn- und Sozialämter. Im Internet gibt es darüber hinaus Vermittlungsangebote wie das Portal www.pluswgs.de. Dort  werden  freie  Plätze  in  Wohngemeinschaften  vermittelt.

In Espelkamp gibt es seit 2013 ein erstes gemeinschaftliches Wohnprojekt an der Görlitzer Straße 44. Nach einem gemeinsamen von der Volksbank Lübbecker Land eG begleiteten Moderations-prozess mit dem Vermieter der seniorengerechten Wohnanlage, der Aufbaugemeinschaft Espelkamp mbH hat sich die Wohngemeinschaft „Regenbogen im Lichtpark“ gegründet.
 
Allerdings hat dort jede Mietpartei eine abgeschlossene Wohnung. Gemeinsame Treffen sind in einem gesonderten Gemeinschaftsraum möglich, oder im Sommer in einem extra dafür an- gelegten kleinen Platz mit einem Wasserbiotop. Ab Herbst 2015 entstand in unmittelbarer Nachbarschaft eine zweite Wohngemeinschaft.
 
Die Aufbaugemeinschaft stellt gerne einen direk- ten Kontakt zu den Wohngemeinschaften her und kann auch über weitere geplante Wohnprojekte informieren
(Frau Marlinde Steinberg 05772/56532,  msteinberg@aufbau-espelkamp.de   ).
 
Der Staat unterstützt über die KfW finanziell Umbaumaßnah- men  zur  Gründung  von  Senioren-Wohngemeinschaften,  An- tragsformulare werden direkt bei den Banken oder Sparkassen ausgestellt. Die Pflegekasse beteiligt sich ebenfalls mit bis zu 2.500  Euro  an notwendigen Baumaßnahmen. Vereinzelt fördern bereits einige Städte und Gemeinden die Gründung von Senioren-WGs.

 

Senioren- und Pflegeheime

Alten- und Pflegeheim Ludwig-Steil-Hof
Präses-Ernst-Wilm-Straße 2
32339 Espelkamp
Telefon:                 05772 564-0
www.ludwig-steil-hof.de

Seniorenheim Haus „Vier Eichen“ Moorweg 1
32339 Espelkamp
Telefon                  05743 944-0
www.haus-vier-eichen.de

Wohnberatung  im Kreis Minden-Lübbecke
Hellingstraße 15 (am Johanniskirchhof)
32423 Minden
Telefon                  0571 807-22808

 

 

 

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Senioren Ratgeber 2016 - Das DRK-Seniorenbüro -

28.03.2016

Tags: #Beratung, #Senioren, #Freizeit

Aktiv sein und gebraucht werden

Durch die zunehmende Vereinzelung der Menschen auch im ländlichen Raum und auch in traditionell familienunterstützten Milieus können sich Generationen untereinander oft nicht mehr unterstützen. Die räumliche Entfernung Angehöriger und die un- zureichenden öffentlichen Verkehrsanbindungen im ländlichen Raum treffen vor allem Menschen in prekären sozialen Lagen sowie Senioren. Häufig fühlen sie sich einsam und isoliert oder sie benötigen Hilfen bei Arbeiten im Haushalt, die ihnen selbst schwerfallen.                                                                 

Es besteht bei diesen Menschen der Bedarf, weiterhin am sozi- alen Leben teilzuhaben und so lange wie möglich im gewohnten Umfeld der eigenen Wohnung/ des gewohnten Wohnquartiers bleiben zu wollen.

In  diesem  Spannungsfeld  ist  das  DRK-Seniorenbüro  unter dem Motto „Aktiv sein und gebraucht werden“ tätig. Es un- terstützt  die  gesellschaftliche  Teilhabe  älterer  Menschen  im (Vor-)ruhestand und fördert dabei deren freiwilliges soziales Engagement.  Das  DRK-Seniorenbüro  ist  seit  seinem  Be- stehen eine feste Anlaufstelle für ältere Menschen aus dem Altkreis Lübbecke.

Die aktuellen Handlungsfelder sind:  Jung und alt - miteinander füreinander -

  • SeniorInnen gehen in die Schule
  • SeniorInnen gehen in Kindergärten
  • Handarbeiten für Kindergärten
  • Jugendliche helfen SeniorenInnen

                                                                   Gemeinsam kreativ sein – miteinander lernen -

  • „Espelsänger“
  • Hobbymalgruppe
  • „Neue Medien“ – PC-/Internet-Handy-Kurse für Erwachsene
  • Fotoprojekt
  • „Alte Hasen neue Regeln
  • Verkehrssicherheitstraining
  • Gesprächskreis Hausbootfahrten
  • Gedächtnistraining
  • Englischkurse für SeniorInnen
  • Erste-Hilfe-Kurse für SeniorInnen

                                                                       Gemeinsam aktiv sein

  • „Die Umgebung erkunden“ – Begleitete Rundgänge -
  • „Radeln – aber nicht allein“
  • „Sonntagsrunde unterwegs“ –
  • die nähere Umgebung besser kennenlernen
  • Gemeinsam verreisen

                                                                         Die Gemeinschaft pflegen

  • Kartenspiel-Treff
  • Erzählfrühstück
  • Kinonachmittage
  • Gemeinsam ins Theater

 

Das Seniorenbüro befindet sich im Zentrum von Espelkamp im Bürgerhaus und ist barrierefrei erreichbar.
Wilhelm-Kern-Platz 14 (im Bürgerhaus)
32339 Espelkamp
Katrin Kischkel, Diplom-Pädagogin
Iris Eikmeier, Verwaltungsangestellte

Telefon                  05772 99539
Fax                        05772 99623
seniorenbuero.espelkamp@t-online.de

Öffnungszeiten

Mo.– Fr.:                9.00 –12.30 Uhr

Altentagesstätte im Bürgerhaus
Mo., Di., Fr.:          14.00 –17.30 Uhr

Jeden 1. Do. im Monat Kegeln  14.30 –16.30 Uhr

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Zentrum für Pflegeberatung

17.12.2014

Tags: #Beratung, #Gesundheit, #Senioren

Die Pflegeberatung in Espelkamp ist eine erste Anlaufstelle für alle Fragen rund um Hilfe- und Pflegebedürftigkeit. Betroffene Personen oder ihre Angehörigen können hier über die entsprechenden Hilfsangebote beraten oder auf weiterführende Fachstellen hingewiesen werden. Dabei erfolgt die Beratung sowohl vertraulich und kostenfrei, als auch trägerunabhängig.
Beispiele für Themen, die vom Zentrum für Pflegeberatung betreut werden, sind: Ambulante Pflege, Demenz, Finanzierungsmöglichkeiten und Wohnungsanpassung.

Als Ansprechpartnerin in Espelkamp sind Doris Pick, Thomas Macher und Friedrich-Wilhelm Grevel unter folgender Telefonnummer zu erreichen:
Tel: (05772) 20 04 53 – 0
E-Mail: espelkamp@pflegeberatung-minden-lübbecke.de

Sprechzeiten in Espelkamp:
Montag bis Freitag 10 – 13 Uhr
Donnerstag auch 15 – 18 Uhr
und Termine nach Vereinbarung, auch zu Hause

Darüber hinaus gibt es auch ein kreisweites Infotelefon:

Tel: (0571) 807 22 807
Dieses ist erreichbar am Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag von 9 bis 15 Uhr.
Donnerstag 9 – 18 Uhr

www.pflegeberatung-minden-luebbecke.de

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Zentrum für Pflegeberatung

30.01.2014

Tags: #Beratung, #Gesundheit, #senioren, #wohnen

Für Beratung rund um das Thema Pflege gibt es ein gemeinsames, kreisweites Infotelefon.

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Ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe

30.01.2014

Tags: #Beratung, #senioren

Die Mennonitische Diakonie bietet Ihnen ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe.

 

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SoVD Sozialverband Deutschland

21.08.2013

Tags: #Beratung, #Behörden

Ihr Ansprechpartner für Unterstützung im Sozialrecht ist der Sozialverband Deutschland.

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